Im
Rondra 15 v. Hal wurde den Edelleuten Dragendot, einer
adligen Familie aus dem nördlichen Weiden, ein Sohn
geboren. Viburn und Algunde Dragendot nannten ihr einziges
Kind Melcher und es zeigte sich schon bald, dass der Knabe
von Rondra gesegnet war: Selbst die älteren Kinder
im Umkreis fürchteten sich vor Melchers Kraft und
Fähigkeiten im Zweikampf, schätzten ihn aber
zugleich als treuen Freund. Im unwirtlichen Herzogtum
erlebte Melcher eine harte Jugend, als Knappe zog er mit
seinem Herrn häufig gegen die Orkgefahr im Westen
und zeichnete sich dabei als Schwertschwinger aus, einst
rettete er seinem Herrn gar das Leben, indem er einen
feige von hinten anstürmenden Ork erschlug. Somit
war der Weg des jungen Edlen bereits vorgezeichnet, er
wurde im Jahre der Thronbesteigung Kaiser Hals zum Ritter
geschlagen, zeigte aber schon bald, dass er nicht viel
auf Titel und Würden gab, weit wichtiger waren ihm
immer Ehrlichkeit und Eifer. So fand Melcher bald viele
Freunde, mit denen er im ganzen Lande umherzog.
Seinem Namen Dragendot machte er bei
diesen Questen alle Ehre. Einer seiner Vorfahren soll
zur Zeit der Klugen Kaiser einen Riesenlindwurm, der sich
in den Sichelgebirgen niedergelassen hatte und arme Bauern
bedrohte, erschlagen haben, seitdem trägt die Familie
als Wappen den silbernen Drachenkopf auf Grün. Auf
einer seiner Questen traf der Edle auf einen Höhlendrachen,
an dem er zwei Schwerter zerbrach, bis er ihn mit Hilfe
eines Magiers besiegen konnte.
Auch seine Treue zum Reich zeigte er
schon früh, als er dem Kaiser treu zur Seite stand
als der Tuzakaufstand niedergeschlagen wurde. Dabei nahm
er es mit mehreren Rebellenführern zugleich auf.
Der Kaiser rief sich seinen Namen ins Gedächtnis,
als er 8 Hal zum ersten Mal beim Kaiserturnier zu Gareth
siegte, wahre Berühmtheit im ganzen Reich erlangte
Melcher in der Ogerschlacht. Es heißt er habe beinahe
ebenso viele Oger erschlagen wie der Schwertkönig,
mit den kräftigen Hieben seines Zweihänders
rettete er einige Soldaten vor dem sicheren Tod und kämpfte
bis zur Erschöpfung. Es heißt, dass kein Oger
mehr stand, als der Edle erschöpft zu Boden sank.
Seit diesen Tagen wird Melcher Dragendot "Ogertöter"
geheißen, von Kaiser Hal erhielt er den Greifenstern
in Gold.
In den folgenden Jahren errang Ritter
Dragendot die legendäre Smaragdlöwin (siehe
rechts).
Seinen zweiten Sieg beim großen
Kaiserturnier konnte Melcher 16 Hal erkämpfen, somit
war er der letzte Sieger dieses Turniers, der von einem
wahren Kaiser belohnt wurde. Als der Usurpator Answin
von Rabenmund die Macht an sich riss schlug sich der "Ogertöter"
sofort auf die Seite der Loyalisten. Doch die größere
Gefahr drohte aus dem Nordwesten, der Ork marschierte
nach Gareth. Vom ständigen Kampfe gegen die Schwarzpelze
schwer gezeichnet, zog der Ritter mit Herzog Waldemar
auf die Silkwiesen und kämpfte gegen die Answinisten,
später zeichnete er sich an gleicher Stelle im Kampf
gegen die Orks aus.
Als am kaiserlichen Hoftag Brin zum
Reichsbehüter ernannt wurde, hat er Melcher für
seine Verdienste zum Edlen von Reichswacht, einem Gut
nördlich von Gareth, gemacht und der Ritter hat sich
in einer Villa in Neu-Gareth niedergelassen. Häufig
war er dort aber nicht anzutreffen, vielmehr machte er
sich auf die Suche nach weiteren Schwertern des Theaterordens,
um dereinst alle zu vereinen.
Melcher wurde zu einem der besten Schwertkämpfer
des Kontinents, und forderte so Raidri Conchobair zu einem
Zweikampf um den Titel des Schwertkönigs heraus,
der 25 Hal stattfand (siehe Bild oben). In insgesamt drei
Duellen, zunächst mit Anderthalbhänder, dann
mit dem Zweihänder, schließlich im beidhändigen
Kampf mit zwei Schwertern unterlag Melcher nur knapp dem
Markgraf von Winhall, gewann aber einen neuen Freund.
Melcher ist ein Hüne von fast zwei
Schritt Wuchs, er ist sehr kräftig, hat aber zugleich
die Eleganz und Gewandtheit eines erfahrenen Kriegers.
Das blonde Haar trägt er lang, dazu ein gepflegter
Vollbart. Er ist schon von unzähligen Kämpfen
gezeichnet und seinem Gesicht sieht man an, dass er schon
viele Schlachten erlebt hat, dennoch blitzen seine grünen
Augen in jugendlichem Feuer auf.
Der Edle von Reichswacht sieht aus wie
sich Klein-Alrik den Weidener Krieger vorstellt, stets
trägt er den Zweihänder Smaragdlöwin auf
dem Rücken, dazu ein fein gearbeitetes Kettenhemd
und ein dunkelgrüner Wappenrock mit seinem Familienwappen.
Im Gürtel hat er stets einen eleganten Dolch des
Schmiedes Thorn Eisinger stecken, meist führt er
auch noch weitere Waffen des "Schmieds der tausend
Helden" mit sich. Auf seinem Packpferd sind stets
seine beiden Langschwerter verstaut, hervorragende Schneiden,
die er auch gleichzeitig zu führen weiß.
Die Ereignisse nach Borbarads Rückkehr
haben Melcher dazu gebracht, immer auf der Suche nach
neuen Mythen um den Dämonenmeister durch Aventurien
zu ziehen, also reitet er meist auf seinem Streitross
und führt mindestens ein Packpferd mit sich, das
neben den erwähnten Waffen auch Bücher transportiert.
Als Ritter und Adliger ist es Melcher
zwar gewohnt, dass seinen Befehlen Folge geleistet wird,
er befiehlt aber nur in wirklichen Notsituationen und
in der Schlacht Sonst sieht der Recke andere Zwölfgöttergläubige
als gleichwertig an, solange sie ehrlich und den Geboten
von Reich und den Göttern gegenüber loyal sind.
Andersgläubigen gegenüber ist er zwar ein wenig
mißtrauisch, begräbt aber alle Vorurteile,
wenn sich herausstellt, dass sie auf der gleichen Seite
stehen.
Melcher diskutiert gerne und viel, wenn
er interessierte Gesprächspartner findet kann er
nächtelang über die Bedrohung in Gestalt des
Bethaniers reden, ebenso gerne spricht er über den
Kampf, Turniere oder lauscht Geschichten, die er aber
noch lieber selbst zum besten gibt.
Er kann aber auch wie der machtbewusste
Adlige auftreten, der durchaus weiß, zu was er in
der Lage ist. Das kann zunächst arrogant wirken,
ist aber für einen Krieger mit den Fähigkeiten
Melchers fast natürlich. In den letzten Jahren ist
er erfahrener und weiser geworden, war er früher
heißblütig und hat Kämpfe gesucht, geht
er ihnen nun eher aus dem Weg, nicht aus Feigheit, sondern
mit dem Wissen, dass die vereinten Kräfte aller Aventurier
gegen die eine Gefahr im Osten gerichtet werden sollten.
Als freundlicher und sympathischer Held
kann Melcher den unterschiedlichsten Gefahren trotzen,
und er ist bereit sich mit jedem zu verbünden, der
die Herrschaft der Dämonenknechte verhindern will,
stellt sich aber heraus, dass jemand Borbarad unterstützt,
so richtet Melcher die unerbittliche Härte des Stahles
gegen ihn.
Als Adliger kennt sich Melcher im Bereich
der Etikette und Staatskunst aus, durch seine Nachforschungen
(nach den Schwertern der Theaterritter und nach den Mythen
um Borbarad) hat er sein Wissen um Magier, Götter
und Philosophie sehr stark erweitert. Er kann ebenfalls
in der Natur überleben, er ist zwar kein Waldläufer,
aber weit genug herumgekommen um grundlegende Fähigkeiten
zu erwerben. Im handwerklichen Bereich ist er durchschnittlich
begabt, obwohl er ein hervorragender Wagenlenker ist.
Seine wahren Stärken liegen aber in seiner unglaublichen
Kraft und Schnelligkeit, sowie in seinen Kampffertigkeiten.
Melcher ist ein meisterlicher Ringer und Lanzenreiter,
und ein vollendeter Zweihänderschwinger. Der Edle
ist einer der besten Schwertkämpfer Aventuriens und
weiß fast alle Waffen in Grundzügen zu führen. |
| MU |
16 |
KL |
13 |
IN |
13 |
CH |
12 |
FF |
10 |
GE |
16 |
KK |
17 |
| AG |
3 |
HA |
3 |
RA |
5 |
TA |
4 |
NG |
7 |
GG |
3 |
JZ |
2 |
| ST |
18 |
LE |
91 |
|
|
|
|
AT/PA |
19/17 Smaragdlöwin (2W6+10 TP)* |
| MR |
9 |
RS |
4 Meisterl. Kettenhemd |
BE |
2 |
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| Alter: 50 Jahre |
Größe: 195 Hf |
| Haarfarbe: noch
blond |
Augenfarbe: grün |
| |
Herausragende
Talente: Raufen 9, Boxen 7, Ringen
12, Äxte und Beile 7, Infanteriewaffen 8, Linkshändig
16, Kettenwaffen 8, Scharfe Hiebwaffen 7, Schwerter
14, Speere und Stäbe 7, Zweihänder 17,
Lanzenreiten 14, Schußwaffen (Bogen) 9, Klettern
9, Körperbeherrschung 9, Reiten 14, Schwimmen
8, Selbstbeherrschung 14, Zechen 7, Etikette 8,
Wildnisleben 7, Geschichtswissen 9, Götter
und Kulte 11, Kriegskunst 7, Magiekunde 7, Rechnen
7, Staatskunst 9, Fahrzeug Lenken 14, Heilkunde
Wunden 7, Lederarbeiten 9, Glücksspiel 8, Sinnesschärfe
8 |
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Zusätzliche
Anmerkungen:
*Smaragdlöwin ist ein Zweihänder und hat
folgende Werte: 2W+7 TP bei KK-14, WV 10/5, BF 0
Die
Geschichte zur Smaragdlöwin:
Der Zweihänder stammt von der Hl. Lutisana von
Kullbach, das lange davor dem Siebenstreichträger
Graf Hlûthar von den Nordmarken gehört
haben soll. Als Melchers Vater Raul 981 BF im Kampf
gegen Orks starb, ging damit das geheime Wissen üner
die Waffe verloren. Der Zweihänder zerbrach in
diesem Kampf und wurde erst von Saladan von Arivor
an einem 21. Ingerimm nachgeschmiedet. Saladan richtete
sich eng nach dem Vorbild, einschließlich der
Form der Parierstangen, die einem silberenen Drachen
gleicht, der sich um Schutzzeichen schlängelt.
Der alttulamidisch geschliffene Smaragd, in dessen
blankgeschliffene Stirnseite ein Löwinnenhaupt
eingeschntiten ist, wurde vom Originalschwert übernommen.
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