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Wenn mich nicht alles täuscht, existiert dieser Charakter in unserer Gruppe nun über 6 irdische Jahre lang - von Stufe 1 bis nun Stufe 17 - ein langer Weg - und ein toller Charakter!! *mal David loben muß* ;-)
Dharkaron Ilitharis
1. Gezeichneter, Träger des großen silbernen Bärenordens, Adeptus, "Rabe von Dragenfeld"

Dharkaron
Dharkaron noch ohne das 'almadinen Auge'

Dharkaron - Der Rabe von Dragenfeld
Hintergrundgeschichte und Erlebnisse

Dies sind die Aufzeichnungen Rohevians über das Leben und Wirken des Magiers Dharkarons, der auch als Rabe von Dragenfeld bekannt war. In mehreren Unterredungen offenbarte dieser seine Erinnerungen:

Kapitel I - Kindheit und Jugend

"Namen", spricht der Magier, "Namen sind nur Schall und Rauch. Viel wichtiger sind die Taten, mit denen die Namen in Verbindung gebracht werden." Dharkaron Ilitharis, der "Rabe von Dragenfeld", lehnt sich zurück und läßt die alte Zeit wieder auferstehen...
Geboren wurde er am 14. Travia 7 v.H., doch auf eine unerklärliche Weise wirkt er während der Unterhaltung mit Rohevian zehn bis zwanzig Jahre älter. Er wuchs in einer großen Familie auf, hatte zwei Schwestern und zwei Brüder, die mit ihm und seinen Eltern in der Nähe von Gareth lebten. Schon früh zeigten sich die magischen Fähigkeiten des Jungen, doch es wurden die Falschen darauf aufmerksam. Im Jahre 2 v.H. wurde die Familie von Söldnern überfallen, und während seine Schwestern mit ihm flohen, wurden die Eltern sowie die beiden Brüder des Jungen niedergemetzelt.
Schockiert von dem Eindruck gelobte er damals, ausschließlich für das Gute kämpfen zu wollen, und so brachten ihn seine Schwestern weit von der Gefahr weg, ins Liebliche Feld nach Bethana. Dort besuchte der Knabe die ansässige Magierakademie und nannte sich Narsator. Mit viel Eifer und Fleiß wandte er sich der Magie zu und stand fest für die Ideale der Weißen Gilde ein. Nach Abschluß seines Studiums verließ er die Akademie, denn er wollte in der Welt Abenteuer erleben und das Böse, das ihn um seine Familie gebracht hatte, bekämpfen.

Kapitel II - Frühe Abenteuer

Zusammen mit einigen anderen Abenteurern geriet er zuerst auf Grund seines leichtgläubigen Charakterwesens in eine Falle. Zwar konnte er sich wieder befreien, doch Baron Hyldarius von Hinterstein wurde dadurch zu einem gefährlichen Feind.
Als nächstes zogen sie nach Süden, um am Donnersturmrennen teilzunehmen. Doch das Rennen wurde schnell in den Hintergrund gedrängt, denn der wahre Verfolger waren nicht die anderen Teilnehmer, sondern ein geheimnisvoller schwarzer Ritter, der keine Skrupel scheute, um sein Ziel, die Gruppe der jungen Abenteurer, zu erreichen. In höchster Not benutzte die Gruppe ein Amulett, das sie aus der Gefahr teleportierte.
Nur sind die meisten Schwerter zweischneidig, und was anfangs als eine gelungene Flucht aussah, stellte sich als Katastrophe dar. Nahema persönlich erschien, um den verdutzten Abenteurern mitzuteilen, daß sie einen Fluch ausgelöst hätten, der von nun an furchtbare Auswirkungen haben könnte. Der einzige Weg - so schien es - der den Fluch beenden könne, lag in der Bewältigung von zwölf gefahrenvollen Aufgaben, die der Gruppe gestellt würden, wenn sie nach Thorwal käme.

Kapitel III - Phileasson

In Thorwal angekommen, erwies sich ein Teil der Prohezeiung als richtig, da just in diesem Moment der große Wettkampf zwischen den berühmten Kapitänen Phileasson und Beorn eingeläutet wurde. Narsator schloß sich mit seinen Gefährten Phileasson an.
Mit dem Anwachsen seiner Kraft änderte sich auch sein Name, und Narsator nannte sich um in Irion. Die große Queste trieb die Gruppe zuerst in den hohen Norden, wo sie den Turm der Dunkelelfen aufspürten. Bei Kämpfen um den Himmelsturm sah Irion dem Tod ins Auge, doch konnte er noch rechtzeitig zurück ins Leben geholt werden.
Seine Mitstreiterin Algrid starb, doch gab es Momente, in denen er sich wünschte, er wäre an ihrer Stelle in Borons Hallen gegangen. Denn die einzige Möglichkeit, den jungen Magier zu retten, lag in einem Fläschchen verseuchten Blutes. Innerlich brachen Welten ein, als die bis dahin reine weiße Gesinnung des Mannes mit den Möglichkeiten und Verlockungen der dunklen Seite konfrontiert wurde. Was für Möglichkeiten bot die Schwarze Gilde! Der Geist des Magiers verlor den Kampf zwar nicht, doch konnte er ihn auch nicht gewinnen. Fortan kämpfte Irion zwar weiterhin für das Gute, doch war ihm fast jedes Mittel recht dafür.
Als wäre es nicht schon genug gewesen, nahmen in dieser Zeit seine Alpträume immer weiter zu, und als schließlich der Schwarze Ritter erneut die Fährte des Magiers aufgenommen hatte, sah er sich gezwungen, die Gruppe zu verlassen, um ihre Queste nicht länger zu gefährden. Doch überlebte er alle Gefahren und hinderliche Mitreisende und traf schließlich in Festum nach langer Reise wieder auf seine Gefährten.
Nun ging es nach Süden und zwei Umbenennungen später war aus dem jungen Narsator der Magier Refardeon geworden, der nun schon einiges an Kraft innehatte.
Seine Loyalität zu seinen Gefährten wurde kurze Zeit später erneut auf die Probe gestellt, als Pardona persönlich die Gruppe in der Khomwüste vor Tie'Shianna angriff. In früheren Zeiten wäre der Magier bestimmt bei dem Versuch, seine Freunde zu retten, umgekommen, doch nun floh er. Nicht jeder sah die Gefahr so klar wie Refardeon, und die halbe Gruppe kam um während des irrwitzigen Versuchs, Pardona Paroli zu bieten.
Aber davon ließ sich niemand der Verbliebenden von seinem Weg abbringen, galt es doch, ein großes Ziel zu erreichen. Nach einigen Kämpfen mit Seeungeheuern und der Entdeckung einer untergegangenen Elfenstadt verschlug es die Helden auf die Inseln im Nebel, einer geheimnisvollen Welt jenseits des Wahrnehmbaren. Auch dort warteten Kämpfe, und erneut fiel der Magier. Doch dieses Mal war der Tod nur ein Übergang - eine Prüfung, die genommen werden mußte, um den Aufenthaltsort Fenvariens im Reich der Toten zu finden und Refardeon suchte und fand Aufgaben jenseits des Lebens. Schließlich konnte er von der anderen Seite wieder zurück geholt werden, und mit den meisten seiner Gefährten konnte er nach Aventurien zurück finden.
Der Wettstreit zwischen Phileasson und Beorn näherte sich seinem Ende, als Pardona erneut mit aller Härte angriff. Während sich Beorn mit wenigen Schicksalsgeweihten ihr entgegenstellte, konnten Phileasson und seine Mannen entkommen und zurück nach Thorwal reisen. Dort wurden die Übriggebliebenen als Helden gefeiert und der Toten gedacht, denn diese Queste hatte mehr Opfer gefordert, als sie es hätte tun sollen. Doch nun schien alle Entbehrung hinter ihnen zu liegen.
Nur sein Kamerad Pogolosch hatte scheinbar nicht genug von Herausforderungen und Schicksalsbegegnungen, und so brach er einen Streit mit Nahema vom Zaun, der schließlich damit endete, daß der Zwerg seitdem gelbe Augen hat. Die Gruppe um Refardeon hatte eine sehr wichtige Aufgabe gelöst und konnte sich nun der wohlverdienten Ruhe widmen. Dachten sie...

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16/15 Magierstab (1W6+2 TP)
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14/13 Flammenschwert (1W6+17 TP)
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2 beschäd. Marask. Hartholzh.
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2
Alter: 45 Jahre Größe: 194 Hf
Haarfarbe: dunkelblond Augenfarbe: rot / grau-grün
 
Herausragende Talente: : Schwerter 11, Speere und Stäbe 15, Stichwaffen 11, Klettern 9, Körperbeherrschung 13, Reiten 8, Schwimmen 8, Selbstbeherrschung 13, Etikette 8, Lehren 12, Lügen 7, Pflanzenkunde 8, Orientierung 7, Alchimie 17, Alte Sprachen 15, Geographie 8, Geschichtswissen 15, Götter und Kulte 13, Lesen/Schreiben 10, Magiekunde 18, Rechnen 10, Sprachen Kennen 15, Sternkunde 15, Kochen 9, Gefahreninstinkt 9, Prophezeien 15, Sinnesschärfe 8
 
Herausragende Zauberfertigkeiten: (Spezialgebiet Kampf) Destructibo 6, Bannbaladin 9, Böser Blick 8, Horriphobus 9, Furor Blut 8, Dschinn des ... 8, Planastrale 7, Foramen 6, Balsamsalabunde 7, Analüs 15, In dein Trachten 7, Oculus Astralis 10, Odem Arcanum 11, Penetrizzel 8, Duplicatus 8, Blitz dich find 11, Corpofrigo 6, Eisenrost 7, Gliederschmerzen 10, Ignifaxius 11, Ignisphaero 11, Plumbumbarum 6, Unitatio 14, Armatrutz 9, Paralü 11, Arcanovi 9, Reversalis 7
 

Zusätzliche Anmerkungen: Auf seinem Magierstab liegen alle sieben Stabzauber. An Artefakten besitzt er ein Amulett vom Gestaltenwandler Nicola de Mott, das mit einem infinitem! HELLSICHT TRÜBEN und SCHLEIER DER UNWISSENHEIT belegt ist, sowie ein von Swafnir gesegntes Pottwal-Amulett, das ihn ein einziges Mal vor dem Ertrinken retten wird. Er ist Träger des almadinen Auges - "Wenn der allein Ahnende mit dem almadinen Auge angekommen", durch das sein Verfolgungswahn (Wert 7) sowie seine Rachsucht (Wert 6) um ein Vielfaches anstiegen. Zusätzlich erhielt er dadurch Erinnerungen an einen Verrat durch Borbarad. Das Auge hat einige besondere magische Fähigkeiten, auf die hier jedoch nicht eingegangen werden. Im Abenteuer "Alptraum ohne Ende" finden sich weitere Details dazu. Seit dem Abenteuer "Unsterbliche Gier" hat er zudem 8 Punkte Sikaryan verloren.

Allgemeine Informationen:
Dharkaron Ilitharis ist ein fast zwei Meter großer, 84 kg schwerer Magier, der am 14. Travia. 7 v.H. in der Nähe von Gareth geboren wurde. Er hat noch zwei Schwestern, seine zwei Brüder starben jedoch schon, ebenfalls wie seine Eltern.
Er ist Träger des großen silbernen Bärenordens, wurde von Swafnir gesegnet und ist ausgestattet mit dem Segen des Elfenkönigs Fenwarien, für das Gute zu kämpfen.

Kampfverhalten:
Trotz seiner ursprünglichen Ausbildung als Kampfmagier in Bethana benutzt Dharkaron nur selten reine Kampfmagie. Je nach astraler Kraft kämpft er mit seinem Flammernschwert (AT 14, PA 13, TP 1W + 17) oder schlägt starke doppelte Angriffe mit seinem Magierstab (AT 16 PA 15, TP 1W + 2) verbunden mit einem Armatrutz oder Duplicatus.

Charakterbeschreibung:
Dharkaron ist besessen von Rachegelüsten gegenüber Borbarad. Sein ganzes Denken und Handeln ist ausgelegt auf das Ziel, Borbarad zu schädigen. Er ist seht unsicher, was das Verhältnis seiner Gefährten zu ihm angeht. Jede Kleinigkeit führt dazu, daß er glaubt, Verrat zu spüren. Beziehungen zu anderen sind von Mißtrauen geprägt, was schnell in Arroganz oder Haß umschlagen kann. Wenn Dharkaron jedoch nach jahrelangem Mißtrauen einem Gefährten vertraut, so ist er bereit, nahezu alles zu tun, um diesem zu helfen. Doch kann eine Kleinigkeit schnell dazu führen, daß er sein Vertrauen verliert. Dazu ist er äußerst nachtragend. In seinem Kopf führt er ständig eine Liste mit Personennamen, die ihn irgendeinmal geschädigt haben. Und während das Damoklesschwert über ihren Köpfen schwebt, wartet Dharkaron ab, bis der geeignete Zeitpunkt für seine Rache erreicht ist.
Wenn er nicht von seinem Rachdurst geleitet wird, ist er sehr vorsichtig. Oft überlegt er mehrere Varianten durch, bevor er sich für eine entscheidet. Seine Klugheit und Intuition haben ihn trotz seiner Neugierde in solchen Fällen schon sehr oft zum richtigen Ergebnis geführt.

Bibliothek:
Dharkaron unterhält eine kleine Privatbibliothek in Punin. Er gewährt sowohl aus Mißtrauen als auch auf Grund der besonderen Beschaffenheit mancher Exemplare so gut wie niemandem Einsicht in seinen Bestand. Die Privatbibliothek Dharkarons beinhaltet die Werke:
- Almanach der Wandlungen
- Astrale Geheimnisse
- Atlas Aventuriens
- Borbarads Testament (Urschrift)
- Chimären und Hybriden
- Codex Dimensionis
- Codex Sauris
- Druidentum und Hexenkult
- Enzyklopaedia Magica Band II und IV
- Die fünf Arkanen Kapitel H'Rranga betreffend
- Am 50. Tore
- Das großes Buch der Abschwörungen
- Sternenhoroskop von Dragenfeld
- Kompendium der magischen Analyse
- Liber Zhamorricam per Satinav !!!
- Metaspekulative Dämonologie !!!
- Offenbarungen des Nayrakis !!!
- Ringkunde für Anfänger
- Ringkunde für Fortgeschrittene
- Sternenkarte der Inseln im Nebel
- Niobaras Folianth
- Tore in den Äther !!!
- Wörterbuch Zelemja – Protozelemja
- Zhammorianischer Almanach
– Der Grozße Schwarm !!!

Erlebte offizielle Abenteuer:
Phileasson-Saga, Staub und Sterne, Alptraum ohne Ende, Unsterbliche Gier, Grenzenlose Macht, Pforte des Grauens, Bastrabuns Bann, Goldene Blüten auf blauem Grund, Winter des Wolfes, Krieg der Magier, Die letzten Tage von Ysilia, Rohals Vermächtnis

 

Kapitel IV - Wiederkehr

Denn im Jahre 18 Hal wurden Gerüchte laut über Tod und Verderben in der Gorischen Wüste. Angetrieben von den Bitten einiger Gaukler, die ihre Gefährten und Familien nahe der Wüste verloren hatten, wanden sich die Helden dieser Herausforderung an - denn was sollte größere Gefahr darstellen als der gewonnene Wettstreit. Doch was sie in der Wüste fanden war stärker, schrecklicher und todbringender als alles, was ihnen während der Umsegelung Aventuriens gegenüber stand. Liscom von Fasar, ein überaus mächtiger Magier, arbeitete dort an etwas. An etwas, was die Welt verändern sollte. Trotz der gewaltigen Kraft dunkler Magie gelang es der Gruppe, unterstützt von Teclador dem Vorausschauenden, die Arbeit Liscoms zu vernichten, doch in letzter Minute konnte Liscom fliehen.

Und er kam zurück. Im Jahre 21 Hal trafen die Helden um Refardeon erneut auf Liscom. In Dragenfeld, dem Schnittpunkt zweier Kraftlinien begann Liscom erneut seine Arbeit. Wieder versuchte er etwas zurück zu holen, was nicht zurück geholt werden darf. Die Macht, die er dafür beschwor, war so gewaltig und so vernichtend, dass Dragenfeld nicht mehr so ist, wie es einmal war. Aber er war durch seine Arbeit abgelenkt, dachte scheinbar, er wäre zu gut geschützt. Er hätte niemals Refardeon unterschätzen dürfen, denn in seinem letzten Gefecht wurde er von diesem enthauptet. Was für ein Sieg!

Ein Sieg? Liscom hatte etwas so unheimliches an sich, mit seinem rubinfarbenen Auge. Doch erst einmal war die Schlacht gewonnen, und Refardeon konnte mit seinem Mitstreiter Angar den Titel "von Dragenfeld" für sich beanspruchen, da er dies geschickt vor Annahme des Auftrags mit dem Herzog von Weiden ausgehandelt hatte. Nur durfte er nicht sich nicht auch noch "Baron" nennen, zu groß war der Gildeneinfluß.

Schon während der Reise nach Dragenfeld bemerkte Refardeon merkwürdige Veränderungen an seinem Körper, und nach dem Abenteuer fühlte er sich, als wäre er innerhalb eines Jahres um mehr als zehn gealtert. Daraufhin nannte er sich erneut um, diesmal in Dharkaron. Auf der Rückreise von Dragenfeld wurde er erneut Opfer einer Veränderung. Sein Auge schmerzte, mal war es trüb und er konnte kaum etwas sehen, doch manchmal mal war er so klar, daß er selbst die Kraftlinien wahrnehmen konnte. Die Träume, die ihn vor Jahren im Norden gepeinigt hatten, kehrten zurück, doch mit einer solchen Stärke, wie es für Träume unüblich ist.

Er träumte von alten Kräften, von Fehden, die lange zurück lagen, und von einer Macht, die war und zurück kehren sollte, einer Macht, die nach Verrat und Tod roch. Haß! Dharkaron fühlte ihn so gewaltig wie nie zuvor. Und fast schon offen konnte er sehen, wie er hintergangen werden konnte. Wer nannte sich denn alles sein Freund, sein Bekannter, sein Gefährte. Je näher jemand ihm war, desto eher konnte er ihn verraten. Schließlich nahm sein Auge die rubinrote Farbe an, wie es schon Liscom hatte. Das almadine Auge kündete die Rückkehr an, und Dharkaron wartete auf einen Feind, der ihm neu und doch alt vertraut war. Viele scheuten das Auge, sprachen von Angst und Furcht, doch waren es alles Feiglinge. Wer dem Blick Dharkarons nicht standhalten konnte, galt für ihn als möglicher Verräter.

Doch auch nach Liscoms Tod in Dragenfeld kam die Grafschaft Weiden nicht zur Ruhe. Weiterhin trieben unheilige Kräfte ihr Unwesen, diesmal in Gestalt von Vampiren. Auf der Suche nach der Quelle des Übels stießen die Helden auf eine alte, mächtige Hexe, die jedoch bereits gebissen worden war. Sie bat die Gruppe, ihr die Gnade zu gewähren, doch vorher tätowierte sie ihnen Tiere auf die Hand, die nach kurzer Zeit wieder verblaßten. Als Dharkaron sein Tier - einen Raben - erkannte, nannte er sich von nun an den "Raben von Dragenfeld".

Nach dem Tod der Hexe zogen die Helden weiter, bis sie schließlich den Grund für das Auftreten der Vampire erkannten. In einem alten Turm arbeitete Pardona an SEINER Rückkehr. Dharkaron kämpfte mit seinen Mitstreitern bis zum bitteren Ende, doch diesmal unterlagen sie.

ER kam zurück. Es war ein schwacher Trost, daß er Pardona verhöhnte, die in ihrer Überschätzung Dankbarkeit oder gar Hilfe von ihm erwartete. Die Helden flohen vor der nun zornigen Pardona, indem sie ein Geschenk Tecladors nutzten, uns somit einen Westwinddrachen herbeiriefen, der sie nach Punin brachte, wo sie den erstaunten Mitgliedern der dortigen Magierakademie von ihren Beobachtungen erzählten. Man stellte Nachforschungen an und wartete auf die nächste Handlung des Zurückgekehrten.

 

Kapitel V - Veränderungen

Im Laufe der Zeit veränderte sich Dharkaron. Das almadine Auge schien eine eigene Erinnerung zu haben, die mit der seinen verschmolz. Als wäre er selbst damals von Assarbad hintergangen und verraten worden, spürte er den Wunsch nach Rache. Als wäre er dabei gewesen betrachtet er den Wiedergekehrten als Reinkarnation des Verräters. Nach und nach verinnerlichte er diese Erinnerungen, dass er es in manchen Situationen nicht mehr verhindern konnte, von seinem Rachedurst übermannt zu werden. Gleichzeitig wurde er mißtrauischer. Nie wieder durfte ein solcher Verrat gegen ihn ausgeübt werden. Akribisch genau beobachtete er die Handlungen eines jeden, der in seiner Nähe war, führte in Gedanken ein Protokoll über die kleinen Fehltritte jedes Begleiters. Denn wie oft offenbarte sich in kleinen Handlungen große Gedanken - und wie oft schon wurde der Verräter nur durch genauste Beobachtung entlarvt?

Der Ruf der Gruppe war nun gewaltig angewachsen, und so bat man sie, das Kloster Arras de Mott zu verteidigen, während dessen Bau es zum Tode einiger Arbeiter gekommen war. Und so zog Dharkaron erneut los, um für das Gute zu kämpfen, und schnell stand fest, dass auch dort eine gewaltige Macht am Werke war. Während den Nachforschungen, wer genau hinter dem Angriff auf das Kloster stecken könnte, begegneten die Helden Archon Megalon, einem mächtigen Druiden. Mit dessen Hilfe gelangten sie an eine verborgene Stätte, an der Pogolosch einen magischen Halsring in Form einer Schlange erhielt, dem große Kraft innelag. Schließlich wurde auch die Gefahr für das Kloster abgewandt.

Doch die Gruppe kam nicht zur Ruhe. Als schließlich im Jahre 25 Hal eine Enduriummine auf Maraskan angegriffen wurde, vermutete man einen Akt des Dunklen, und so bat man die Helden, erneut Nachforschungen anzustellen, wer hinter dem Angriff auf die Mine stand. Nach etlichen Geplänkeln mit den Widerstandgruppen der Insel gelangten die Helden an die verlassene Mine und mußten feststellen, daß sie nach einem Kampf aufgegeben wurde. Doch es gab eine weitere Spur, die sie verfolgten. Doch als sie das Ziel erreichten, mußten sie erkennen, daß sie erneut einem Gegner gegenüberstanden, der nicht bezwingbar zu sein schien. In einem Charyptoroth-Unheiligtum sollten die aus dem Endurium hergestellten Dämonenschwerter in andere Welten gebracht werden, um von dort aus weiter Unheil zu stiften. Mit aller Kraft stemmten sich die Helden gegen die Diener der Dunkelheit, doch im Kampf gegen einen zehngehörnten! Dämon unterlagen sie. Zwei Mitstreiter fielen, aber Dharkaron konnte dank seines Magierseils der Anführerin ihr Szepter entreißen. Kurz stand er daraufhin in Verbindung mit dem Zehngehörnten, doch schaffte er es nicht, diese Kreatur zu beherrschen. Zwar hatte die Gruppe das Ritual gestört, doch nicht alle Schwerter blieben zurück. Zu einem Teil waren die Helden gescheitert.

Auf dem Weg zurück nach Punin trafen sie erneut einen echsischen Wächter, dem das für das Ritual benutzte Szepter gestohlen war. Um seine Wächtertätigkeit zu prüfen, ließ er jeden der Gruppe gegen ihn antreten, und da er von niemandem bezwungen werden konnte, hielt er seine Wächteraufgabe aufrecht. Als Dank, so man es denn als Dank bezeichnen kann, wuchsen Pogolosch, der dem Wächter am meisten zugesetzt hatte, einige wenige Echsenschuppen auf der Schulter.

Doch größerer Dank wurde ihnen nach ihrer Rückkehr nach Punin zuteil. Boron selbst, in dessen Namen sie die Nachforschungen auf Maraskan angestellt hatten, schien ihnen etwas Kraft zuzugestehen. Und wann immer sich die Helden danach in fast ausweglosen Situationen befanden, durften sie hoffen, ihre Lage durch ein Gebet zu Boron leicht ins Bessere zu verkehren. Durch ihre Berichte wurde klar, dass der Rückgekehrte auf Maraskan sein Unheil trieb. Um ein Übergreifen auf ganz Aventurien zu verhindern, entschloß man sich zur Reaktivierung eines alten Bannspruchs, der vor langer Zeit gewirkt wurde. Man hoffte, durch Bastrabuns Bann einen Kreis um Maraskan zu ziehen, der die Gefahr dort hielt. Aber die Durchführung der Zeremonie dafür war in Vergessenheit geraten, und so bat die Magierkademie zu Khunchom Dharkaron und seine Gefährten um Hilfe.

Und daher brachen sie auf, um die Komponenten für Bastrabuns Bann wieder zu finden. Doch während sie ihre Nachforschungen anstellten, erreichten sie ein kleineres Dorf, das just in diesem Moment von einer Horde Chimären angegriffen wurde. Sie konnten zwar die Chimären besiegen, doch der Schaden im Dorf war immens, und so beschlossen sie, die Ursache für den Angriff zu suchen. Sie fanden ihn schließlich in den Bergen. Dort hatte sich der Chimärenmeister Abu Terfas niedergelassen. Er plante, große Teile des Südens mit Hilfe einer Chimärenarmee zu erobern, um sie zusammen mit dem Rückgekehrten zu beherrschen. Die Helden stellten sich ihm in den Weg, fest entschlossen, seine Pläne zu verhindern.

Ihnen zur Seite stand Tarlisin von Borbra, ein mächtiger Magier, der jedoch auf Grund eines "Eigne Ängste Quälen Dich!" einer Trolldrachenchimäre! die meiste Zeit wimmernd am Boden lag. Doch in den Augenblicken, in denen er zu kämpfen fähig war, stellte er sich als großer Streiter heraus. Und endgültig stellte er sich noch als etwas anderes heraus, denn als die Gruppe den Chimärenmeister ausfindig machte, und ihn angriff, um sein Vorhaben zu durchkreuzen, da wandelte sich Tarlisin in jemand Mächtigeren. In dem Augenblick, als das Glück die Helden verließ, und Abu Terfas kurz vor seinem Triumph stand, enthüllte sich der Rückgekehrte in Tarlisin, nicht willens, seine zukünftige Macht mit einer niederen Kreatur wie einem Chimärenmeister zu teilen. In Kürze vernichtete er diesen und ließ die Gruppe rat- und orientierungslos zurück. Zwar hatten sie in den Büchern Abu Terfas die Komponenten für Bastrabuns Bann gefunden, doch das selbstsichere und machtvolle Auftreten des Wiederkehrers, der doch immer noch kaum etwas von seiner früheren Macht besaß, schürte die Ungewissheit darüber, ob der Bann seine Pläne denn wirklich aufhalten könnte.

Danach verschloss sich Dharkaron immer mehr. Er besaß Macht und Wissen, seine Privatbibliothek umfaßte einige der wertvollsten Bücher Aventuriens, und das gab bestimmt Anlaß, ihn zu verraten. Selbst seiner Gemahlin, Sorsha, die er nach Abschluß der Weltumsegelung geheiratet hatte, mißtraute er. Doch wie sehr er sich auch die Sicherheit reiner Vertrauten wünschte, sein Rachedurst und die Erkenntnis, das der, auf den er schon seit ewigen Zeiten wartete, nun endlich zurück gekehrt war, trieben ihn erneut ins Feld.

 

Kapitel VI - Krieg

Als die Kunde eines gewaltigen Angriffs auf Tobrien an sein Ohr drang, zögerte er keine Sekunde. Zusammen mit seinen Gefährten wandte er sich gen Beilunk und von dort aus weiter in den Norden. Von einer Angehörigen der Amazonen erhielt die Gruppe die Bitte, die verschwundene Prinzessin Gilia zu suchen, auf der große Hoffnungen der Kriegerinnen lagen. Doch noch während der Nachforschungen ihren Aufenthaltsort betreffend, sichteten die Helden ein Heer, das so gewaltig war, wie sie es noch nie zuvor gesehen hatten. Daraufhin brachen sie ihre Suche ab, um schnurstracks Burg Kurkum, die Machtbasis der Amazonen, aufzusuchen. Sehr schnell wurde offenkundig, daß genau diese Feste das Ziel der plündernden Heeres war, denn Kurkum war ein zu gewaltiger Stachel, als dass man ihn auf dem Marsch durch Tobrien ignorieren könne.

Auf Grund dieses Wissens wurden die Helden gebeten, bei der Verteidigung der Burg auszuhelfen. Und jeder tat, was er am Besten konnte, denn sollte es gelingen, dem herannahenden Heer vor Kurkum die Zähne zu ziehen, so wäre ein beachtlicher Teil der Invasionsmacht bereits besiegt. Drei Tage lang währten die Vorbereitungen auf eine Belagerung, bis die Streitmacht schließlich ihre Zelte vor den Mauern aufbaute. Nun sollte sich zeigen, wie wertvoll die Vorbereitungen wirklich waren. Welle um Welle brandeten die Angreifer gegen die Mauern, und immer wieder wurden sie zurück geschlagen, nur um etwas Zeit später erneut anzurennen.
Nur ein Wunder Rondras brachte wenigstens ein bißchen Ruhe für die Verteidiger ein, doch bald sollte sich zeigen, daß stürmende Krieger und selbst garstige Dämonen nicht die größte Gefahr darstellten. Denn als die Angreifer endlich Breschen in die stolzen Mauern geschlagen hatten, erschien ein Paktierer, der mit einer großen und schrecklichen Macht jenseits der Welt der Lebenden im Bunde stand. Kopf um Kopf fiel unter den Schlägen seines flammenden Schwertes, und wen er gerade erst getötet hatte, erweckte er erneut zum Leben, auf daß er ihm nach dem Tode diene. Große Verzweiflung breitete sich unter den letzten Amazonen aus, als sich plötzlich das Blatt wendete.

Doch plötzlich erschien wie aus dem Nichts ein Kaiserdrache, der auf seinem Rücken Bupu, eine Zwergenprinzessin aus der Gruppe um Dharkaron, trug. Aber während er der Burg zur Hilfe kam, fiel Ypollita, die Königin der Amazonen dem Paktierer zum Opfer. Nun übernahm der Zorn des alten Drachen sein Handeln, und ohne Rücksicht auf Freund und Feind ließ er seinen Flammenatem über die Burg fallen. Angreifer und Verteidiger, Recke und Bauer, sie alle starben im Feuer des Drachen. Lediglich diejenigen, die sich im Rondratempel verschanzt hatten, überlebten. Doch auch unter ihnen gab es Verluste. So starb Saronne, die Schülerin Dharkarons, noch nach Ende der Kampfhandlungen bei dem Versuch, den niedergemetzelten Pogolosch mit Blutmagie wieder ins Leben zu holen.
Zwar hatte die Schlacht große Opfer unter den Angreifern gefordert, doch der Niedergang Kurkums und der Tod der Königin Ypollita stellten schmerzhafte Verluste dar. Da die Helden nun nahe der Front in Tobrien weilten, beschlossen sie, sich in Beilunk für weitere Aufgaben zu melden.

Und da im Krieg immer wichtige Aufträge anstehen, fanden sich die Helden bald der Bitte des Herzog Bernfried von Ehrenstein gegenüber, die von seinem zur dunklen Seite gewechselten Bruder Arngrimm entwendeten Eberhauer zurück zu bringen. Die Kämpferin Celissa nahm den Auftrag auch sogleich an, was wiederum Dharkaron an den Rand der Weißglut brachte. Es herrscht Krieg, die Heere des Wiederkehrers erringen Sieg um Sieg und er soll ausgeschickt werden, um Wildschweinzähne zu klauen? Auch die weiteren Erklärungen, es handle sich dabei um ein rondraverbundenes Artefakt und man solle während der Reise noch Prinz Dietrad von Ehrenstein aus seinem Untotendasein erlösen, konnten den Magier kaum beruhigen. Und so schien die ganze Reise bereits zu Beginn unter einem schlechten Omen zu stehen.

Um zur Feste Arngrimms zu gelangen, mußte die Gruppe bei Eslamsbrück einen Flußüberqueren, der weit über die Ufer getreten war und zudem einem achtgehörntem!! Dämon Unterschlupf bot. Während die Gruppe noch diskutierte, schwamm Celissa los. Ohne richtigen Plan wurde die Gruppe so schnell getrennt, und die Überquerung des Flusses forderte zwei Leben, einmal das des Herumtreibers Henry und das des Zwergen Gilgamosch. Doch war dies bei weitem nicht das Ende der ungünstigen Ereignisse. Weit in Feindesland eingedrungen, überfiel die Gruppe einen Konvoi der Feinde und erbeutete unter anderem einen Ring. Dharkaron untersuchte ihn und stellte eine magische Matrix fest, die von so deutlicher Präzision erstellt war, daß es ihm die Sprache verschlug. Wer immer diesen Ring hergestellt hatte, er mußte ein hoher Meister der Magie gewesen sein. Und daß dieses Artefakt gerade dem Rückkehrer überbracht werden sollte, gab noch mehr Rätsel auf.


Kapitel VII - Reise

Doch noch während der Untersuchung des Ringes durch Dharkaron offenbarte er seine ganze Macht. Er riß die gesamte Gruppe mit sich zurück, zurück in eine Zeit, die weit vor der Gegenwart der Helden lag. Nur Dharkarons Erinnerung reichte teilweise weiter zurück. Und während die Gruppe noch die Eindrücke der Zeitreise verarbeite, trafen sie auf denjenigen, der den Ring geschaffen hat. Ein Ring, die Besten zu finden, sie zu ihm zu bringen, auf daß sie eine Aufgabe erfüllen, die weit jenseits allem stand, das die Gruppe jemals erledigt hatte. Rohal persönlich beauftragte sie, in die Feste Borbarads einzudringen und dort das kristallene Herz zu finden, in dem Borbarads Lebenskraft verborgen lag. Denn die Ergreifung des Herzes stellte den Schlüssel zum Sieg der Truppen Rohals gegen die Heere seines Bruders dar.

Nun war sich Dharkaron sicher: Dies irae, dies illa, solvet saeclum in favilla! Der Tag der Rache, des Zorns, war gekommen. Sein Drang, den alten Verrat zu rächen, nahm augenblicklich wie ein Fluch Besitz von ihm. Er führte die Gruppe durch die Anweisungen Rohals in die Feste, begierig, den alten Widersacher zu vernichten. Doch ist eine Burg groß und es gibt viele Orte, ein Herz zu verstecken. So blieb der Gruppe nichts anderen übrig, als die Feste Zimmer für Zimmer zu erkunden. Eine große Entdeckung machten sie im Keller. Sie fanden zwar nicht das Herz, doch einen Blick zurück und vorwärts über Zeiträume, die jenseits ihrer Vorstellungskraft lagen. Dieser Blick veränderte jeden, der ihn unternommen hatte, und Dharkaron gewann dadurch noch mehr an Klugheit. Doch nahmen die Streitigkeiten innerhalb der Gruppe immer mehr zu. Der schwelende Machtkampf zwischen Celissa und Dharkaron brach erneut auf, und der Magier sah selbst in den Tätigkeiten Pogoloschs, der ihn nun seit mehreren Jahrzehnten begleitet hatte, feindselige Handlungen. Nachdem der Zwerg versucht hatte, Dharkaron gegen eine magische Barriere zu schieben, erkannter dieser, daß er sich im Grunde nur auf sich selbst verlassen konnte. Dies trieb ihn dazu, einen Schwur von seinen Gefährten zu verlangen. Solange sie sich außerhalb ihrer Zeit befanden, durften sie einander nicht mit Waffengewalt noch waffenlos noch auf geweihtem oder magischem Wege gegenseitig angreifen oder beeinflussen.

Bei der weiteren Suche nach dem kristallinen Herz gelang Dharkaron zum ersten Mal in seinem Leben ein Blick durch ein Schwarzes Auge. Zwar drängte ihn Borbarad schnell aus der Vision des Auges, doch die kurze Zeit reichte aus, um einen Blick auf den Aufbewahrungsort des Herzens zu werfen. Es dauerte nun nicht mehr allzu lange, bis die Gruppe den ersten Teil ihres Auftrages erfüllt hatte. Nach einem Kampf gegen ein aus Insekten bestehendes Monster und der erstmaligen Freisetzung von Borbarad-Moskitos eroberten sie das Herz. Die Suche war abgeschlossen, und nun begann die lange Wacht. Schnell kamen die ersten Angreifer, um in Borbarads Namen das Herz rückzugewinnen...

Dämon um Dämon, Dschinn um Dschinn, Monster um Monster griffen an, doch konnten die Helden stets standhalten. Als jedoch Beorn der Blender erschien, um das Herz im Namen Pardonas zu fordern, schaltete ihn Dharkaron zwar mit einem gezielten Hieb aus, aber seine Ausführungen, die Helden würden ein Zeitparadoxon erschaffen, brachte ihn zum Nachdenken. Irgendetwas konnte nicht stimmen. Doch erst als eine weitere Person erschien, ein Ebenbild des Auftraggebers Rohal - oder doch sein Zwillingsbruder? -, und ihnen die Möglichkeit gewährte, die vor der Burg stattfindende Schlacht durch ein Auge zu verfolgen, erkannten die Helden, dass sie dem falschen Bruder dienten. In höchster Eile zertrümmerten sie das Artefakt und wendeten so das Geschehen im Kampf. Danach wurden sie wieder zurück in ihre eigene Zeit getragen. Dharkaron war ob der Geschehnisse stark verwirrt, und noch Monate später war er sich nicht sicher, ob es nun ein Sieg oder eine Niederlage im Kampf gegen den Wiedergekehrten war.

 

Kapitel VIII – Krieg, Teil 2

Nicht, dass ihnen nun wohlverdiente Ruhe gewährt würde, die sie nach den Strapazen in der Vergangenheit dringend benötigten. Nein, es wartete die Vollendung des Auftrags auf sie, den sie in dieser Zeit angenommen hatten. Befreit das heilige Artefakt der Rondra aus den Klauen Arngrimms. Doch die Reise in Feindesland erwies sich als überaus gefährlich, und schon bald kamen die Helden in einen Hinterhalt, aus dem sie sich nur mit Hilfe des Rebellen Baron von Dunkelstein befreien konnten. Das Treffen mit ihm erwies sich als Glücksfall für die Helden, wusste er doch nicht nur sichere Wege durch die besetzten Gebiete, er bot sich sogar an, die Gruppe durch einen Geheimgang direkt unter Arngrimms Burg zu führen. Ohne größere Schwierigkeiten gelangten sie so tief in die Feste des Feindes. Und schließlich konnten sie den Ort entdecken, an dem die heiligen Eberhauer aufbewahrt wurden. Der untote Prinz Dietrad, der auf Erlösung wartete, war ebenfalls zugange.

Dharkaron wollte die Situation weiter beobachten, indem er sich in ein Chamäleon verwandelte. Wie schon viele Male zuvor erstarrte sein Körper und sein Geist wanderte in das Tier. Doch etwas stimmte nicht! Dharkaron spürte, wie das schmale Band, das seinen Geist an seinen Körper fesselte, immer dünner wurde. Panik überkam den Magier. Hatte er sich zu weit vorgewagt? Noch während Fragen der Angst seinen Geist marterten, spürte er aufkommende Eiseskälte und ihm wurde klar, dass er seinen Körper nicht mehr erreichen konnte. Das Band war zerstört, der Rückweg aus dem Köper des Tieres dahin. Er war gefangen in einem Ort, der schlimmer als jeder weltliche Kerker war. Nun lag sein Heil in den Händen der Anderen. Glücklicherweise konnte er sich mit ihnen verständigen, indem er Worte auf seiner Haut erscheinen konnte. Seine Intuition damals war richtig - das Chamäleon war das bessere Tier. So mussten seine Mitstreiter nun seinen Körper und die Tiergestalt tragen, während Dharkarons Geist erneut von seinen alten Träumen der Schwäche, der Vergänglichkeit und des Versagens geplagt wurde. Er hätte stärker sein müssen! Er sollte stärker sein! Viel stärker.

In den nächsten Tagen verschloss der Magier immer mehr seinen Geist. Wie durch einen unwirklichen Schleier bekam er mit, dass die Gruppe die heiligen Eberhauer entdeckte, Prinz Dietrad erlöste und sich den Rückweg freikämpfte. Nur selten verließ Dharkaron seine Trance um aktiv die Anderen zu unterstützen. Über Wochen hinweg beschäftigte er sich mit höheren Fragen. Schließlich gelangten sie in sicheres Gelände. Vor Ysilia trafen sie erneut auf Herzog Bernfried, der freudig die Hauer entgegen nahm. Er hatte sein Heer weit vor den Toren der Stadt aufgeschlagen, um die heranrückende Streitmacht Arngrimms zu vernichten. Doch zuerst sollte der mächtigste Magier in seinen Reihen Dharkaron entzaubern. Aber dieser versagte kläglich. Nicht nur, dass er vor seinem ersten Versuch es wagte, Dharkaron zu verspotten. Nein, anschließend brachte er es sogar fertig, die Thesis des Verwandlungen beenden dermaßen in seiner Arroganz zu verunstalten, dass er einen Hellsicht trüben auf den Versteinerten sprach. Erst nach einer weiteren Nacht konnte Dharkaron im vierten Versuch entzaubert werden.

Dies brachte das Fass zum Überlaufen. Der Magier erkannte, wie richtig seine Gedanken in den letzten Tagen waren: Wieso war er immer noch so schwach? Er, der an der Seite Phileassons gesegelt war, der die Inseln im Nebel erforscht hatte, der mit Rohal und Borbarad gesprochen hatte. Er müsste stärker sein. Doch Gut und Böse halten sich von jeher die Waagschale. Nur derjenige, der über den Konventionen steht, der seinen eigenen Codex entwickelt und sich von niemandem in die Schranken weisen lässt, kann machtvoll sein. Dharkaron wusste, dass er jemanden benötigte, der ihm glich und doch verschieden von ihm war. Jemanden mit gleichen Zielen und anderen Mitteln. Einen neuen Schüler!

Mit diesen Gedanken war die anstehende Schlacht für ihn erst einmal nicht wichtig. Nach kurzer Inspektion erkannte er, dass das angreifende Heer Arngrimms stark unterlegen war, während im Westen unbemerkt ein eine Meile langes magisches Band lag. Wie deutlich könnte man sonst eine Falle markieren? Er wollte sich nicht beteiligen an dieser Schlacht, an einem erneuten Beweis dafür, dass Konventionen unterliegen.

Und daher zog er sich zurück, als die Schlacht begann und der Herzog Tobriens die Erfüllung der Eide seiner Ritter verlangte. Doch sein Wunsch, so nicht an der Schlacht teilzunehmen, blieb unerfüllt. Hinter dem Rücken der kämpfenden Krieger stahl sich Lutisana von Perricum in die Reihen der Tobrier, danach trachtend, die Schutzbedürftigen heimtückisch zu ermorden. So geschah es, dass der Magier sich mit der mächtigen Heerführerin konfrontiert sah. Als wäre das nicht genug, stand ihr auch noch ein Magiekundiger zur Seite, so dass Dharkaron sich Schwert und Stab gegenüber sah. Als er erkennen musste, dass er nicht gegen die zwei angehen konnte, schaffte er es, sich durch Anwendung der Verbotenen Pforten mehr tot als lebend aus der Kampfeszone zu teleportieren. Wie durch einen dichten Nebel konnte er erkennen, dass die Schlacht nur durch ein Wunder nicht verloren wurde – die Falle der Angreifer war aufgegangen, just wie der Weitsichtige es prophezeit hatte. Der Herzog Tobriens wusste diese Eigenschaft des Magiers zu würdigen und ernannte ihn zum ersten Feldmarschall der Landes. Dharkaron ahnte nicht, wie ihm geschah; erst viel später erkannte er die Chance, die ihm gegeben wurde.

 

Kapitel IX – Feldherr

Nun war er Heerführer, besaß Macht. Hatte er sich nicht während der demütigenden Reise von Arngrimms Feste mehr Macht erhofft?
Wer immer an seinem Teppich webte – Praios war es nicht, dessen war er sich sicher – schien ihm gut gesonnen zu sein.

Nach der Ankunft des sich zurückziehenden Heeres in Ysilia, der letzten befestigten Stadt Tobriens, die noch nicht unter den Stürmen des Wiedergekehrten zerborsten war, machte Dharkaron sich daran, die ihm angebotenen Fäden zu verknüpfen. Eine neue Schülerin konnte er schnell finden. Sie kam aus Fasar - welch Ironie, dachte der Magier - war es doch Lisom von Fasar, durch den er das Wissende Auge erhalten hatte. Jenes Auge, dass ihn zu seinem Taten trieb, das ihm befahl, mächtiger zu werden, um sich dem Weltenverderber auf Augenhöhe stellen zu können. Sie schien ein wenig naiv zu sein, konnte noch nicht jenseits der Schranken sehen, die ihr durch ihre Ausbildung auferlegt worden waren. Aber das spielte nun keine Rolle – er würde ihr die Möglichkeiten noch zeigen. Auch als Feldmarschall arbeitete er in die gewünschte Richtung hin. Er beteiligte sich an dem Aufbau des Verteidigungsringes um die Stadt, die den entscheidenden Angriff Arngrimms bald erwartete. Immer war er mit seinen Ratschlägen präsent, stets wartend auf den Augenblick, da er seine Pläne in die Tat umsetzen konnte.

Und schon wieder schien das Schicksal dem Magier wohlgesonnen zu sein. Praiosgeweihte berichteten von einer Vision, die das Hauptheer Arngrimms im Süden zeigte. Und auch die Rondra-Kirche bestätigte den Traum. Sie baten darum, die Stadt zu verlassen, um dem Heer weit vor den Toren aufzulauern. Innerlich jubilierte Dharkaron. Besser hätte es nicht geschehen können. Er wusste nicht, wer den Leichtgläubigen solche Dinge in den Kopf gesetzt hatte, war es doch offensichtlich, dass Arngrimm hier angreifen würde. Trotzdem schickte er die Heere aus, stets mit dem Hinweis auf die göttliche Fügung. Selbst wenn die Stadt durch diese Dummheit des Heeres fallen sollte, für die Pläne des Magiers bedeuteten sie einen großen Fortschritt. Und wie es Dharkaron beabsichtigt hatte, geschah es. Ein Großteil der abkommandierten Streitkräfte folge dem Ruf Praios und Rondras, doch das Heer Arngrimms schlich über verwunschene Pfade bis an die Stadt und griff an. Vieles hatte der weise Magier vorausgesehen, doch plötzlich stockte selbst ihm der Atem. Eine riesige Dämonenarche erhob sich aus den Wassern des Ysilisees und stemmte sich gegen die Mauern der Stadt, die diesem widernatürlichen Druck nachgaben. Grässliche Kreaturen strömten durch die Breschen, doch vor allen anderen Dingen musste die Arche besiegt werden. Der Magier selbst führte den Ausfall an, und selbst als ein Goblin ihn vorübergehend ausschaltete, steigerte dies nur seine Wut. „Töte!“ schrie das Almadine Auge in seinem Geist, als er wieder und wieder sein gleißendes Flammenschwert auf das Dämonengezücht niedergehen ließ. Doch trotz seines Kampfrausches besann er sich weiterhin auf seine magische Kraft, und so gelang es ihm und seinen Mitstreitern schließlich, die Dämonenarche zu besiegen. Gurgelnd und knackend versank sie wieder in den rumorenden Wassern des Sees. Dass sie dabei auch den zweiten Marschall mit sich in die Tiefe zog, stimmte den Magier nicht traurig, vermutete er doch Neid und Rachsucht in jenem, da er vom Herzog zu Dharkarons Gunsten abgesetzt worden war.

Doch nun stand die Stadt in Flammen, und der Herzog versammelte die letzten Überlebenden um sich, um die weitere Verteidigung abzusprechen. Die Stunde des Magiers war gekommen! Während ein Ritter erneut von Vertrauen in Rondra sprach, ergriff Dharkaron das Wort und hielt eine Rede, an der er schon seit Wochen arbeitete. Er würde sich nicht durch die Einschränkungen eines Praios oder einer Rondra binden lassen. Sein Land werde von einer Armee angegriffen, die alle ihr möglichen Mittel nutze, und er selbst werde auch alle Mittel zur Verteidigung nutzen, die ihm gegeben seien. Mit einer Ausnahme – die des Paktes mit einem Dämon. Und schließlich, fügte er hinzu, sei es ja anscheinend der Wunsch der Götter gewesen, das Hauptheer abzuziehen. Wie solle man dann noch auf sie vertrauen können? Seine Saat ging auf. Wie von ihm gefordert, ließ der Herzog verlauten, dass in dieser Schacht jeder nach seinem Gutdünken kämpfen solle. Dharkaron durfte nun auch die dunkle Seite der Magie offen anwenden, was seine Möglichkeiten und seine Macht noch weiter vergrößerte.

Doch weiterhin drängten die Schergen des Wiederkehrers in die Stadt, und Haus um Haus ging verloren. Schließlich mussten sich die Verteidiger über viele Umwege zum Bergfried zurückziehen, der mit seinen drei Verteidigungsringen die letzte Bastion zwischen dem dunklen Heer und dem Herzen Aventuriens darstellte. Dharkaron organisierte die Verteidigung kalt und planend. Wer ein Sicherheitsrisiko darstellte, wurde genau beobachtet oder direkt ausgeschaltet. Nichts durfte jetzt noch seinen Plan zerstören. Wenn er den Bergfried hielt und weiterhin eine hohe Position innehatte, dann könnte er vielleicht mittels eines Strohmannes die Macht in diesen Ländern an sich reißen.

Schließlich versammelten sich die übrig gebliebenen Kämpfer um den Feldmarschall. Er gab die letzten Anweisungen und bereitete seine Untergebenen auf den erwarteten Angriff vor. Doch der Feind versuchte zuerst, die Verteidiger zu täuschen. Mit einer List wollten sie die Öffnung des Tores erzwingen. Dharkaron enttarnte das Manöver durch einen geschickten Schachzug und ließ daraufhin das Feuer von den Zinnen auf die Angreifer eröffnen.

Die Macht und Stärke jedoch, die die Horden des Wiedergekehrten besaßen und die Taktiken eines Haffax’ nötigten die Mitstreiter, schon bald das erste Tor aufzugeben. Und dies war nicht so schlimm wie die weiteren Ereignisse, die den Plan des Magiers durchkreuzten. Während eines verzweifelten Kampfes fiel Celissa von Bachenthal zu Perainestein, die beste Kämpferin der Gruppe. Dharkaron betrauerte ihren Tod, denn mit ihr hatte er sowohl ein Druckmittel gegen feindlich gesinnten Individuen als auch eine einfach zu manipulierende Person verloren. Er musste sein Vorhaben ändern, denn mit ihrem Tod musste er auch seine Hoffnungen, den Herzog von Tobrien durch einen Strohmann auszutauschen, aufgeben.

Doch es kam noch schlimmer: Als sich alle Krieger mit Ausnahme des Magiers zurückzogen, streute ein fliegender Dämon eine Substanz aus, die sich tief in den Boden fraß. Ein bodenloses Loch entstand. Erst jetzt gab auch Dharkaron seinen Posten auf und untersuchte den Abgrund. Schon im ersten Kontakt spürte er die Macht, die aus der Tiefe strahle. Was immer dort unten sein mochte, es war mächtiger als alles, was sich hier oben im Kampf befand. Doch zum ersten Mal seit langer Zeit verließ ihn sein Mut. Zögernd stand Dharkaron am Rand der Schlucht und wartete. Über sein Auge konnte er die Anziehungskraft der Macht spüren. „Hier bin ich“, hört er eine Stimme in seinem Kopf. „Ich bin Macht. Ich gebe dir, was du haben möchtest. Komm hinunter!“ Als er weiter zauderte, wandte Bupu einen Trick an und suggerierte ihm, das Boron persönlich ihn aufforderte, nicht hinabzusteigen. Wahrscheinlich eher wegen seiner Mutlosigkeit als wegen des göttlichen Befehls ließ Dharkaron von seinen Überlegungen ab und zog sich mit den weiteren Verteidigern zum Bergfried zurück. Von dort aus sahen sie ein Szenario, welches sie kaum glauben konnten. Fast alle Angreifer hatten sich zurück gezogen und warteten ebenso wie die Kämpfer Dharkarons auf das, was nun aus der Erde erscheinen sollte. Nach und nach quoll ein großer Strom Lava aus dem Erdinneren, und für einen Augenblick war Dharkaron wieder in Einigkeit mit dem Zwölfgötterglauben. Doch schon bald überkamen ihn neue Zweifel. Hatten nicht Praios und Rhondra dafür gesorgt, dass der größte Teil der verteidigenden Streitmacht abgezogen wurde? Was, wenn die Macht in der Tiefe nicht Borons war? Was, wenn Boron verhindern wollte, dass er, Dharkaron, der Rabe von Dragenfeld, der Träger des Almadinen Auges, diese Macht besaß? Was, wenn die Götter sich nicht nur abgewandt hätten, sondern gegen ihn stünden?

Wieder driftete sein Geist hinüber in die dunklen Sphären. Er würde sich mit seiner Schülerin Asaria beraten müssen. Er würde sie in das, was er vorhatte, einweihen müssen. Und von ihrer Reaktion sollte es abhängen, ob sie gemeinsam als Meister und Schüler kämpfen sollten, oder ob er völlig auf sich gestellt sein würde. Aber was sollte mit seinen Mitstreitern geschehen? Zugegeben, die meisten interessierten den machtbesessenen Magier nicht arg, ausschließlich Pogolosch sollte nicht unter den Hieben seiner Waffen fallen müssen. Doch noch war er zu schwach, hatte viel zu viel seiner Kraft für die Verteidigung Ysilias ausgeben müssen. Wenn er wieder mächtiger wäre, dann würde er zuschlagen, dann würde er sich offenbaren.

Viel zu schnell wurde der Magier wieder aus seinen Gedanken gerissen, denn die wenige Zeit, die die verbleibenden Kämpfer hatten, nahm weiter ab. Mutlosigkeit machte sich unter den Verteidigern breit, als schließlich doch ein Großteil des ursprünglich abgezogenen Heeres zurück kam. Tobriens Herzog erkannte die letzte Chance, die sich ihnen bot und ordnete an, dass Ysilia aufzugeben sei. Wenn das dunkle Heer sich den neuen Angreifern zuwenden sollte, wollten sie den Bergfried durch verborgene Gänge verlassen. Dharkaron war wenig begeistert von dem neuen Plan, sah er doch vor, dass er seine gerade erst gewonnene Stellung wieder abgeben musste. Denn was nutzte schon der Titel des Feldmarschalls, wenn es kein Land mehr gab, dass er zu verteidigen hatte. Doch während er bereits Pläne schmiedete, wie man die Krieger zum Verbleib befehlen konnte, geschah etwas, dass auch seine Zielsetzungen änderte: In dem Vermächtnis der Akademie zu Ysilia fand man die Alhanier - Kappe, die in Kombination mit dem dazu gehörigen Schwert großes Wissen versprach. Nun war klar, was Dharkaron in den nächsten Monaten zu tun hatte. Was kümmerte ihn denn schon ein kleiner vom Feind besetzter Landstrich, wenn er unermessliches Wissen erlangen konnte! Das Angebot des Herzogs, ihn aus seinen Diensten zu entlassen, nahm er dankend an, sah er doch seine Zukunft in der Suche nach dem Alhanierschwert.

 

Kapitel X – Macht und Magier

Noch während der Magier seine Gedanken ordnete und nach einer Möglichkeit suchte, wie er an möglichst viele Informationen über das Schwert gelangen konnte, erhielt er eine Einladung zu einem Magierkonvent in Punin. Die Magier wollten über Gegenmaßnahmen beraten, wie sie den Sphärenschänder bekämpfen konnten und baten ihn und seine Gefährten, über die Erlebnisse zu berichten. Er nahm die Einladung an, bedeutete dies doch für ihn eine große Chance, an Wissen über das verschollene Schwert zu kommen. So machte sich die Gruppe nach Punin auf, und erneut war es einzig der Magier, der seine Mitstreiter über die eigentlichen Intentionen der Reise im Unklaren ließ.

Sorsha, Dharkarons FrauZwiespältig begrüßte der er die alte Stadt. Sie war lange seine Heimat gewesen und seine Frau Sorsha (Bild rechts) erwartet ihn dort, doch war zuviel Nähe ein Dorn in seinem Auge. Nicht nur, dass jeder, der ihm Nahe stand, ihn verraten konnte – auch durch Liebe würde er schwach werden. Zu groß das Risiko, dass seine Feinde sich an seiner Frau oder gar Kinder rächen könnten. Doch so stark seine Ängste auch waren, es zog ihn dennoch zurück zu Sorsha. Und so überließ er seine Gefährten für einen Tag den verwunschenen Gassen der Metropole, während er sich zu seiner Gemahlin aufmachte, um ihr viel zu erzählen und zu erklären.

Aber seine Ruhe währte nur eine Nacht lang, dann musste er an der Akademie erscheinen, die sein Kommen erwartete. Viel zu früh verließ er die schützenden Mauern seines Heimes, in denen er nicht der Gezeichnete war, der den Kampf mit dem Sphärenschänder erwartete, der auf einen finalen Kampf aus war. Und auch viel zu schnell wurde ihm wieder gewiss, warum ihm die Anwesenheit der meisten Magier ein Gräuel war. In endlosen Gesprächen und Diskussionen versuchten sie alle, sich selbst am Besten in Stellung zu bringen und vergaßen so in ihrer Selbstsucht das große Ziel, weswegen der Konvent überhaupt einberufen worden war – nämlich die Suche nach einem Artefakt, welches stark genug sein sollte, dem Rückkehrer Einhalt zu gebieten. Der erste, der die Gefährten darauf ansprach, war Tarlisin von Borbra, den die Gruppe bereits von ihren Kämpfen gegen Abu Terfas kannte. Er vertraute ihnen an, dass es ein Desiderat geben sollte, dass große Macht im Kampf gegen die Dämonenhorden verleihen sollte. Und so begannen die Magister ihre Farce, die sie Konvent nannten. Während jeder den Seminaren und Vorträgen beiwohnte, in denen auch die Gezeichneten über ihre Zeichen berichten sollten, versuchte doch jeder insgeheim, an Wissen über dieses Artefakt zu gelangen. Schnell stellte sich heraus, dass mindestens eine der an diesem Spiel beteiligten Parteien keine Morde scheute, und schon nach wenigen Tagen gab es drei Tote zu beklagen. Als Dharkaron mutmaßte, dass das Amulett, was er vor Jahren im Kloster Arass de Mott an sich nahm, ein Teil des Desiderates sein konnte, ließ er seine Nachforschungen ein wenig ruhen. Wer immer so viel Wissen über die Waffe besaß, dass er dafür tötete, würde auch irgendwann gegen ihn antreten müssen. Und spätestens dann sollte klar sein, wer hinter all dem stecken sollte.

Doch ein zweites Problem tat sich für Dharkaron auf: Zu groß war seine Neugier, was in Protozelemja im LZS stehen könnte, dass er einige seiner Bücher, die er gut geschützt in seiner Privatbibliothek aufbewahrte, an Salpikon Savertin, den Vorsteher der Schwarzen Gilde, verriet. Keine Stunde nach dem Gespräch suchten Dämonen seine Bibliothek heim. Er versuchte, diese zu beherrschen, doch in seiner Eile versprach er sich und sein Furor Blut misslang. Stattdessen hatte er eine andere Pforte geöffnet, und mit steinerner Mine gewahrte der Magier, dass er einen Mehrgehörnten in sein Haus gelockt hatte. Nun fürchtete er weniger das Magieverbot, was über der Stadt lag, sondern viel mehr sein Leben, denn ein falsches Wort konnte den Dämon in einen Kampfesrausch führen, aus dem der Magier nicht mehr lebend entkommen konnte. Die Zeit schien still zu stehen, als Dharkaron fühlte, wie sein Blut gefror und sein Atem stockte. Die Sekunden tropften dahin wie schwerer Al’Anfaianischer Honig, als sich die Kreatur ihm zuwandte. Für einen halben Augenblick verspürte der Magier die Macht und die Wut, die der Dämon ausstrahlte. Er spürte auch wieder sein Auge, das von den Möglichkeiten, die mancher Dämon bot, durchaus angetan war. Doch schließlich, es kam ihm wie Tage vor, auch wenn es nur wenige Minuten waren, zog der Dämon sich in seine Sphäre zurück. Erst viel später wurde Dharkaron bewusst, dass Salpikon wohn mit viel größerer Macht hötte zugeschlagen, wenn er der Urhheber des Angriffs gewesen wäre.

Doch sollte dies nicht das Ende der Ärgernisse sein, die den Magier erwarteten. In einem Vortrag über sein Zeichen erwähnte Angar beiläufig, dass er ein wichtiges Amulett mit einem Onyxstein auf seinem Zimmer versteckt habe. Und als dirket danach Alvina, die rechte Hand des Magisters Eisenkober von Angbar, dem Vorsteher der Wächter Rohals, sich nach einem Gespräch mit ihrem Lehrer erhob und den Saal verließ, ahnte Dharkaron, dass er eine neue Fährte aufgenommen haben könnte. Schnellen Schrittes lief er durch die verwinkelten Gassen Punins zur Herberge der Gruppe, ahnend, dass er dort erneut auf Alvina treffen würde. Und seine Vorahnung erfüllte sich, als er die Adeptin vor der Gaststätte gewahrte. Sie schien ihn bemerkt zu haben, denn anstatt den Versuch zu unternehmen, das Zimmer zu untersuchen, wandte sie sich im letzen Augenblick um und verschwand in einem kleinen Kräuterladen, der nahe der Herberge stand. Dharkaron, der diese Spur weiter verfolgen wollte, folgte ihr.

Der kleine Laden war voll mit Auslagen von exotischen Kräutern, große Büschel hingen in Massen von der Decke und ein herber Geruch durchströmte die Luft. Ohne die ältere Frau, die hinter einer hölzernen Theke stand, auch nur eines Blickes zu würdigen, wandte sich Dharkaron Alvina zu, die interessiert einige Kräuter begutachtete. Sie gab vor, von ihrem Meister zum Einkauf geschickt worden zu sein, doch der Magier glaubte ihr kein Wort. „Verrat!“ spürte er eine altbekannte Stimme in seinem Kopf flüstern, und erneut war es der Verfolgungswahn des Rubinauges, der Kontrolle über die Handlungen Dharkarons übernahm. Nicht darauf achtend, dass ein Zauberverbot über der Stadt lag, und weiterhin die Inhaberin des Kräuterladens völlig ignorierend, sprach er einen Bannbaladin auf Alvina. Er spürte, wie sich eine Aura der Freundschaft von ihm löste, wie sich Zeichen von Nähe und Vertrautheit in die astrale Matrix legten, und er wusste, dass ihm dieser Zauber überaus gut gelungen war. Dennoch konnte er sich nicht sicher sein, ob er die Resistenz Alvina überwunden hatte. Seine Fragen beantwortete sie unbefriedigend und sagte, dass sie tatsächlich nur zum Kräuterholen ausgesand sei. Daraufhin versuchte Dharkaron, mit Listen herauszufinden, ob sie tatsächlich unter seiner Kontrolle stand. Er bat sie, mit zu sich nach Hause zu kommen, und als sie ihm folgte, ließen die beiden eine überaus verdutzte Kräuterfrau zurück. Bei sich zu Hause versuchte der Magier einige weitere Tricks, bis er schließlich sicher sein konnte, dass sie nur mit ihm spielte. Und nun übernahm erneut der uralte Zorn die Handlungen Dharkarons. Kaltblütig wie sein ganzes Wesen ging er ruhig auf sie zu, verwandelte seinen Stab in ein Flammenschwert und hieb auf sie ein. Doch der erste Hieb verfehlte sie, und Alvina schlug zurück, indem sie eine verkürzte Version des Fulminictus sprach. Dieser Zauber traf den Magier so heftig, dass er sein Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam, sah er seine Frau Sorsha, die ihn in Sorge betrachtete – aber von Alvina fehlte jede Spur.

Erst jetzt realisierte er, in welche Gefahr er sich gebracht hatte. Trotz Zauberverbotes hatte er astrale Kraft ausgeübt und – schlimmer noch – ein Mitglied der weißen Gilde angegriffen. Während er nun erst Mal aus der Stadt in ein nahegelegenes Wäldchen floh, suchte Sorsha Pogolosch, Asaria und Salpikon auf, von denen sich Dharkaron Hilfe versprach. Salpikon hörte den Vermutungen Dharkarons aufmerksam und interessiert zu und versprach, mit ihm zu kooperieren. Erst nachdem er einige weitere Fäden gesponnen hatte, kehrte der Magier zurück nach Punin und hoffe, dass seine Rückkehr seine Feinde zu Unvorsichtigkeiten verleiten könnte. Schon nach kurzer Zeit bekam er von Eisenkober eine Anklage zugestellt, doch durfte er sich bis zum Gerichtstermin auf freiem Fuße bewegen. Noch während Dharkaron überlegte, wie er wohl mit dieser neuen Konfrontation mit Eisenkober umgehen könnte, erreichte ihn am Abend des Tages eine noch schlimmere Nachricht. Die Gestalt, die anscheinend in der Lage war, sich sein Aussehen zu geben, hatte Sorsha getäuscht. Sie hatte seinem Doppelgänger die Türe geöffnet und dieser hatte sie entführt. Nun geriet sein Denken völlig außer Kontrolle und nur vom Gedanken an Rache getrieben überlegte er, was zu tun sei. Gemeinsam mit einigen aus seiner Gruppe griffen sie die Idee Asarias auf und verfolgten mit Spürhunden Sorshas Spur. Zu seiner Überraschung führten die Hunde sie zurück zur Akademie. Es schien unwahrscheinlich zu sein, dass seine Frau ausgerechnet in der Akademie zu Punin gefangen gehalten wurde, doch war er längst nicht mehr zu einer vernünftigen Überlegung im Stande. Die Gier nach Rache trieb ihn dazu, in seine eigene Ausbildungsstätte einzusteigen und dort nach seiner Frau zu suchen. Er war so aufgebracht, dass er nicht einmal die übliche Sorgfalt walten ließ und stattdessen einige schmerzliche Fallen auslöste. Doch schließlich hörte er dumpfes Stöhnen und hatte sie gefunden.



to be continued...

©2005-2006 David Lutz



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BewertungBewertungBewertungBewertungBewertungLamertien12.07.2006
Wundervolle Story + Wundervoller Char :) Möchte ihn jedoch nicht im wirklichen Leben begegnen oder seine Frau sein *lol*
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BewertungBitte einen Namen eingeben (IP-Nummer: 87.122.18.208)14.11.2006
^^lol geiler kampfmagier Igni 11 und 11^^ loooooooooool aber nette geschichte aber mein Mag würde ihn voll abzeiehn^^ wo bei mir die urschrift von borborads testament noch fehlt dafür hätte ich Pardonas dämonicum
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BewertungBewertungBewertungBewertungBitte einen Namen eingeben (IP-Nummer: 89.12.11.222)16.11.2006
^^lol geiler kampfmagier Igni 11 und 11^^ loooooooooool aber nette geschichte aber mein Mag würde ihn voll abzeiehn^^ wo bei mir die urschrift von borborads testament noch fehlt dafür hätte ich Pardonas dämonicum .....wenig Hirn?
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BewertungBewertungBewertungBewertungBewertungBitte einen Namen eingeben (IP-Nummer: 87.122.26.194)17.11.2006
der magier hier auf der seit irgendwie schon^^ da könnte ic hihm auch was abegeben
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BewertungBewertungBewertungBewertungThorgrim, Sohn des Ogrim22.04.2007
Schön Ausgearbeitet. Aber die Werte erscheinen wirklich etwas niedrig.
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BewertungBewertungBewertungBewertungBewertungHulthar07.04.2009
Zitat: \"Wenn mich nicht alles täuscht, existiert dieser Charakter in unserer Gruppe nun über 6 irdische Jahre lang - von Stufe 1 bis nun Stufe 17 - ein langer Weg - und ein toller Charakter!! *mal David loben muß* ;-)\" na hoffentlich entzündet er sich nicht auch selbst auf dem Donnerbalken, oder gerät beim Angeln unter einen Weitsprung übenden Pottwal... (auf Halle der Toten deut)
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